Der Dobermann

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Der Dobermann ist eine relativ junge Rasse, die ab 1870 im thüringischen Apolda von Louis Dobermann gezüchtet wurde. Die Dobermannrasse führt als einzige deutsche Rasse den Namen ihres ersten bekannten Züchters Friedrich Louis Dobermann. Louis Dobermann war Abdeckereiverwalter und nach der Überlieferung auch Steuereintreiber; somit nicht sonderlich beliebt bei einigen seiner Mitmenschen. So wollte er einen Hund, der zuverlässigen Schutz bot und auch ein entsprechendes Äußeres mitbrachte. Da er auch als Hundefänger fungierte, hatte er alle Möglichkeiten, Hunde nach seinem Geschmack miteinander zu verpaaren. Die bedeutendste Rolle bei der Bildung der Dobermannrasse spielten sicherlich die sogenannten "Fleischerhunde" die unter den damaligen Verhältnissen schon als eine relativ durchgezüchtete "Rasse" angesehen werden konnten. Er kreuzte Pinscher mit Rottweilern, dem Manchester Terrier sowie vermutlich auch Beauceron und Pointern. So erhielt er einen wendigen, ausdauernden Hund mit scharfen Sinnen und Schutztrieb, der durch diese Eigenschaften bald in ganz Europa bekannt wurde. Er erhielt dadurch "seine Rasse", d.h. Gebrauchshunde, die nicht allein wachsam sondern auch "mannfeste Hof- und Haushunde" waren. Vor allem als Polizeihund sowie als Wachhund wurde er schnell beliebt. In den USA wurde er mit dem Ersten Weltkrieg bekannt, als er auf deutscher Seite als Melde- und Minensuchhund eingesetzt wurde. Im Zweiten Weltkrieg sowie im Pazifikkrieg wurden Dobermänner dann auch auf Seiten der USA genutzt. Nach dem Krieg wurde der Dobermann gern in osteuropäischen Länder beim Militär und Zoll eingesetzt. Die Dobermannzucht erstrebt einen mittelgroßen, kräftigen und muskulös gebauten Hund, der trotz aller Substanz in der Linienführung des Körpers Eleganz und Adel erkennen lässt. Noch heute ist der Dobermann in erster Linie leider ein Gebrauchshund, daneben ein wachsamer, sportlicher Familienhund. Der Dobermann ist mittelgroß, kräftig und muskulös gebaut. Durch die elegante Linienführung seines Körpers, die stolze Haltung, das temperamentvolle Wesen und den Ausdruck von Entschlossenheit, entspricht er dem Idealbild eines Hundes. Die Grundstimmung des Dobermanns ist freundlich friedlich, in der Familie sehr anhänglich und kinderliebend. Gefordert werden ein mittleres Temperament und eine mittlere Schärfe. Weiterhin wird eine mittlere Reizschwelle gefordert. Bei einer guten Führigkeit und Arbeitsfreude des Dobermanns ist auf Leistungsfähigkeit, Mut und Härte zu achten. Bei angepasster Aufmerksamkeit gegenüber der Umwelt ist auf Selbstsicherheit und Unerschrockenheit besonders Wert zu legen.